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Pepe - Unser Glühwürmchen, MINTiKis bester Freund und Taschenlampe für alle Fälle

 

ja, ... und wie alles begann ... 

 

So...

Seit einiger Zeit wurde ja Pepe schon immer wieder einmal erwähnt und auch vorgestellt. Wer nun aber ist Pepe? Pepe ist ein kleiner, frecher und lustiger Glühwurm. Nicht ganz so frech und pfiffig wie MINTiKi, dafür etwas vernünftiger, aber trotzdem genauso schlau. Beide finden die MINT-Wissenschaften ganz toll und bauen gerne Unfug. Deshalb verstehen sich die beiden hervorragend und sind ganz dicke Freunde.

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Eigentlich futtern Spinnen ja Glühwürmchen und am Anfang, bevor MINTiKi und Pepe Freunde wurden, war das auch bei unserer Spinnenfamilie so. Nun macht MINTiKi nicht immer all' das, was sie eigentlich soll. Deshalb hat sie sich auch nicht daran gehalten, als ihre Mutti gesagt hat: so von wegen "Mit Essen spielt man nicht!". Dazu war das Leuchten der Glühwürmchenjungs im Sommer unter dem Baum im Garten viel zu aufregend - zumal das eine unglaublich tolle Taschenlampe wäre zum heimlichen Lesen unter der Decke - fand MINTiKi. Außerdem wollte MINTiKi schon sooo lange unbedingt ein Haustier haben.

Als Mutti eines Abends ein bisschen beschäftigt war, ist MINTiKi heimlich in den Garten gezogen um sich nun endlich eins der Glühwürmchen einzufangen. Dafür hatte sie ein kleines Netz zwischen ein paar Blättern im Baum gespannt und sich schnell unter einem der Blätter versteckt. Und jetzt musste sie warten ... und warten ... und warten - eine gefühlte Ewigkeit. Es waren zwar nicht einmal 5 Minuten, aber ihr kennt das ja sicherlich, wenn zu Weihnachten das Warten kein Ende nehmen will! Und plötzlich - erst nur ganz zaghaft - dann richtig deutlich - vibrierte ihr Netz heftig.

Ein kleines kuscheliges Glühwürmchen hatte sich in ihrem Netz verfangen und schimpfte ohne Unterlass. Jetzt hatte es MINTiKi eilig: Erstens sollte Pepe nicht wieder entwischen und zweitens wollte sie keine ollen Fliegen und Motten mit einpacken. Die einen brummen immer nervig und die anderen lassen überall ihren Flügelstaub herumliegen. Brrrrr Mottenstaub - der setzt sich in ihr Fell und das wird braun davon und in der Nase verfängt er sich auch noch, so dass man niesen muss. Einmal wollte so eine unverschämte Motte sogar ihre Eier in ihrem Fell ablegen - iiiiiiigittt. Naja ihr versteht sicherlich warum MINTiKi Motten gegenüber keine netten Gefühle hegt.

Zurück zum zappelnden und schimpfenden Pepe.

Keine Minute hatte sie gebraucht, um ihn in eine Laterne zu packen und danach an ihrem Spinnenseil zurück zum Fenster zu rutschen.

Pepe war in dieser Minute erst einmal stumm gewesen - vor Entsetzen. Seine Mutti hatte ihm immer wieder erzählt, dass er sich von Spinnennetzen möglichst fern halten soll, weil Spinnen auch Glühwürmchen futtern ... aber bisher hatte noch nie, noch NIE (!!!) eine Spinne die Dreistigkeit besessen aus Glühwürmchen Laternen zu basteln.

Als Pepe bei MINTiKi im Zimmer gelandet war, konnte er sich nicht so recht entscheiden, ob er staunen oder doch noch schimpfen und weitere Versuche unternehmen sollte, sich zu befreien. Da lagen soooo viele schöne Sachen bei der frechen Spinne im Zimmer rum, die er auch schon immer gerne haben wollte: ein Taschenmesser, Kabel, Leim, Lötkolben, Bauteile, Eisenbahnen - und vieles, vieles mehr. Weil Pepe sich nicht entscheiden konnte, tat er von jedem etwas.

MINTiKi beobachtete Pepe eine Weile sehr interessiert und sagte dann: "Ich heiße MINTiKi und du bist ab sofort mein Haustier" und dann murmelte sie so vor sich hin: " hmm, ... wie nenne ich dich denn jetzt? Leuchtstoffröhre? Bimmel-Bammel? ... mhhhhhh - Flauscheball ... neee! ... mhhh "

Das hatte sich Pepe bestimmt 10 Minuten lang angehört, ehe sein Ärger darüber die Wut des Gefangenseins besiegte und er zwischen den Zähnen hervor presste *Grummel, grummel, grrrr*: "Ich heiße Pepe - P - E - P - E." Und als ob diese kleine freche Spinne ihn nicht gehört hatte, plapperte sie munter weitere Vorschläge aus wie "Leuchtkugel, Leuchtepopo, Franzenkäfer, Brummbatzen, ..." um dann irgendwann ganz zufällig zu überlegen, dass es ja auch andere, ganz normale Namen sein könnten wie eben "Pepe" und das ihr der Einfall Pepe besonders gut gefalle.

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Da blieb Pepe die Spucke weg, sein Popo flackerte und er hörte auf mit dem Schimpfen. Den Rest des Tages wurde der arme Pepe ständig hin und her geschwenkt, ihm wurde jede Menge Spielzeug vorgestellt und er wurde als Leselampe zweckentfremdet.

Als gegen Abend die Mutti von MINTiKi wieder nach Hause kam und MINTiKi nicht wollte, dass ihre Mutti Pepe sieht und anfängt zu schimpfen, wurde er kurzerhand in die Speisekammer gestopft und mit irgendwelchem Ramsch zugedeckt. Zwar hatte Pepe so wenigstens endlich ein bisschen was zum Futtern, jedoch roch es nicht angenehm und besonders weich war es da auch nicht, so dass er nicht gut schlafen konnte. Außerdem vermisste er den Gute-Nacht-Kuss von seiner Mutti und die tägliche Gute-Nachtgeschichte. UND außerdem machte sich seine Mutti bestimmt ganz riesige Sorgen und das Kuschelkissen mit den tollen "Zippelecken" fehlte ihm ja auch - achjah.

MINTiKi holte ihn jeden früh heimlich aus der Speisekammer, schwenkte ihn den ganzen Tag wild um her, lies ihn manchmal auf Toilette gehen, wenn Pepe es gar nicht mehr aushielt und stopfte ihn nachts in die Speisekammer. Das ging ein paar Tage so und Pepe wurde immer trauriger und trauriger. Sein Po hörte auf zu leuchten, sein Fell hörte auf zu glänzen, er sprach kein einziges Wort mehr und wenn keiner da war, weinte er heimlich.

Am Anfang redete sich MINTiKi das noch schön und behauptete für sich selbst, das liege nur am Wetter oder sie hätte direkt nach dem Fangen nur nicht genau hingesehen. Aber als dann das Licht bei Pepe ganz ausging, war MINTiKi ernsthaft besorgt, denn auch wenn sie das niemals - niemals zugeben würde, hatte sie Pepe doch schon ganz dolle lieb gewonnen, denn sie hatte das Gefühl, dass Pepe versteht, was sie ihm zeigt und erklärt.

'Vielleicht ist er ja krank geworden.' MINTiKi griff zu einem ihrer Bücher und guckte nach, was man bei solchen Symptomen so macht. Dann fischte sie ein Fieberthermometer, einen Spatel, ein Stethoskop und ein Orthoskop aus Muttis Arzneischrank. Und ob Pepe wollte oder nicht, wurde bei ihm Fieber gemessen, die Zunge genau untersucht, die Ohren ausgeleuchtet und schließlich der Herzschlag abgehört. Nichts war dabei auffällig, außer dass Pepe gar keine 37°C Körpertemperatur hatte, sondern nur die gleiche Temperatur wie die Umgebung. Nachdem sie schon angefangen hatte Tee aufzusetzen und Schals auszukramen und Pepe damit zu nerven, kam ihr in den Sinn, dass es ja Unfug ist, alles von ihren Büchern ohne nachzudenken zu übernehmen - Pepe war ja ein Insekt und Insekten sind wie Spinnen ja gar keine gleichwarmen Tiere, sondern haben fast alle die gleiche Temperatur, wie ihre Umgebung. Ansonsten fiel ihr nichts Komisches auf.

Leuchtkafer.jpgAbends beobachtete MINTiKi auch hin und wieder die Glühwürmchen unter dem großen Apfelbaum, wo sie Pepe eingefangen hatte. Besonders eines der Glühwürmchen am Boden schien völlig aufgeregt zu sein. Vielleicht, dachte MINTiKi, wenn ich mich bei den Glühwürmchen umhöre, erfahre ich etwas, dass Pepe hilft.

Dort angekommen hörte sie das wuselige Glühwürmchen am Boden alle fragen, ob sie immer noch nichts von Pepe gesehen oder gehört hätten. Da beschlich MINTiKi neben der Angst um Pepe auch noch ein schlechtes Gewissen. Aber sie wollte doch Pepe nicht wieder hergeben - das war IHR Glühwürmchen! Mit gesenktem Kopf hangelte sie sich zu ihrem Fenster zurück. Sie überlegte hin und her was sie tun sollte und ließ ganz geknickt den Kopf hängen.

Die Mutti von MINTiKi hatte das nicht übersehen, außerdem hatte sie das Häufchen Elend in der Speisekammer entdeckt. Als es Zeit war zum Abendbrot rief sie MINTiKi in die Küche zum Essen. Als MINTiKi dort angekommen war rutschte ihr das Herz in die Hose: Mitten auf dem Tisch saß ein ängstlich zitternder Pepe in einer Schüssel und guckte mit großen Augen entsetzt zu MINTiKi. Nirgends war ihre Mutti zu sehen und MINTiKi rannte zum Tisch um Pepe dort weg zu holen. Als sie wieder gehen wollte, stand eine streng guckende Spinnenmutti vor ihr und fragte mit noch strengerer Stimme, ob da jemand bestimmtes etwas zu beichten hätte. Als MINTiKi von Anfang bis Ende alles erzählt hatte und meinte, dass sie Pepe oder sonstige Glühwürmchen auf keinen Fall als Abendbrot haben wollte, guckte ihre Mutti ihr fest in die Augen und fragte, warum sie dann den armen Pepe so quält, wenn sie ihn doch so gerne hat?! Sie fragte auch, wie denn MINTiKi sich nach Tagen als Laterne eingesetzt, eingezwängt und auf hartem Boden fühlen würde und dass wenn sie je wieder mit Pepe spielen will, sie ihn sofort dahin zurück bringen muss, wo sie ihn her hat und sie sich nicht wundern soll, wenn Pepe ab sofort um sie einen riesigen Bogen macht. Außerdem gäbe es da noch jemanden bei dem sie sich zu entschuldigen hätte und wenn sie damit fertig ist, sie zum Abendbrot wieder nach Hause kommen soll. Wortlos gehorchte MINTiKi und kam nach einer Weile traurig an den Esstisch. Später in ihrem Bett guckte sie traurig zu der leeren Laterne auf ihren Nachttischchen  und weinte leise vor sich hin.

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Als Mutti zum Gute-Nacht-Kuss vorbei kam, stellte sie sich schlafend, damit niemand etwas davon mitbekam. Aber welche Mutti kennt ihre Spinnenrabauken nicht. Vorsichtig setzte sie sich neben MINTiKi auf die Bettkante und erzählte ihr ein bisschen etwas über Freundschaft und darüber, wie das mit dem Verzeihen ist und wenn sie Pepe gern hat, könne sie ihm ja als Wiedergutmachung ihr Lieblingsspielzeug als Entschuldigung weit genug vom Fenster mit einem kleinen Zettel daran hinstellen. Zumindest kennt ja Pepe nun alle ihre besonders wichtigen Spielsachen und weiß damit, dass sie es ernst meint mit der Entschuldigung. Vielleicht überwindet er so seine Angst vor MINTiKi aus Neugierde und wird freiwillig der Freund von MINTiKi. Dann drückte sie ganz sanft einen Mutti-Kuss auf den Kopf und lies MINTiKi wieder alleine.

Naja, was soll ich sagen, es hatte eine Weile gedauert, bis Pepe wieder gesund war und auch keine Angst mehr hatte, von MINTiKi wieder eingefangen zu werden. Aber mittlerweile sind sie die besten Freunde, auch wenn Pepe gleich von Anfang an wusste, dass er wohl hin und wieder MINTiKi dumm Ideen ausreden muss. Wie genau es dazu dann kam und warum es ausgerechnet Pepe erwischt hat, davon erzähle ich euch ein anderes Mal und jetzt husch nach draußen, wenn es schönes Wetter ist oder rasch die Äugelein zu, wenn ihr schlafen sollt. Wenn euch auch schöne Geschichten einfallen, könnt ihr sie ja aufschreiben oder aufschreiben lassen und verschenken.

 

 

Pepe meint im Übrigen: "Nicht nur Spinnen sind wissenschaftlich hochmodern, ↗Glühwürmchen auch! - So!"

 

hier gibts noch 2 Ausmalbilder für dich:

↗verträumter Pepe

↗Seitenansicht MINTiKi auf ihrem Spielzeugflugzeug

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Letzte Änderung dieser Seite am 24.01.2017 um 22:49 Uhr

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