Imker

Imker und seine Bienen

 

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ (Albert Einstein)

Auch deshalb gehören seit Juni 2003 die Besuche am Schaubienenstand des Dresdner Imkervereins zum festen Bestandteil meiner Veranstaltungen. Weil das Thema staatenbildende Insekten und speziell Bienen auch zum Inhalt des Lehrplanes gehört und sich dieser Besuch des Bienenstandes aus meiner und der Sicht der Kinder als hervorragend geeignet erwies, habe ich in den Schuljahren 2002/3, 2003/4 und 2004/5 versucht, diese Veranstaltung für alle 1. Klassen der 16. Grundschule als festen Bestandteil der außerschulischen Angebote zu etablieren, was mir leider nicht gelang, obwohl sich bei jedem Besuch alle Kinder mit großem Interesse an dieser Veranstaltung beteiligten. Deshalb habe ich die Besuche am Bienenstand in den Schuljahren 2005/6 und 2008/9 auf die Natur und Technik-Kinder der ersten und zweiten Klasse beschränkt.

In den Schuljahren 2006/07 und 2007/08 konnte ich den Besuch des Imkers aufgrund meiner unfallbedingten Operationen und medizinischen Behandlungen leider nicht durchführen.

Zu den Besuchen am Bienenstand kann ich bestätigen, dass diese Veranstaltungen unkonventionell, ausgesprochen praxisnah und jedes Mal anders, aber immer interessant gestaltet wurden, so dass auch mehrmalige Besuche Neues bieten und nicht langweilig sind. Die begleitenden Eltern haben mir diese Einschätzung bisher ebenfalls bestätigt.
Bedenken der nahe Kontakt der Kinder zu mehreren Bienenvölkern beim Blick hinter die Kulissen (Honigverkostung), könnte gefährlich sein, ist unbegründet. Bienen sind, im Gegensatz zu Wespen, im Allgemeinen ausgesprochen friedlich und die Bienenvölker, die zum Zeitpunkt des Besuches aus irgendeinem Grund doch unruhig sind, bekommen so lange „Hausarrest“. Ich habe während der ganzen Veranstaltungen, die ich mit zahlreichen Kindern besucht habe, bisher nur einen einzigen Bienenstich erlebt. Eine Biene hatte auf dem Kopf eines Kindes eine Bruchlandung erlebt und in diesem Augenblick streifte sich das Kind unbewusst über die Haare. Es war also ein Missverständnis.
Allerdings sollten Kinder mit bekannter Bienengiftallergie vorsichtshalber ihre Notfallmedizin dabei haben.  

 

In Vor- oder Nachbereitung  unserer Besuche beim Imker habe ich den Kindern auch andere staatenbildende Insekten, wie Wespen, Wildbienen, Hornissen, Hummeln, Ameisen und Termiten näher gebracht. Dabei haben wir, wenn vorhanden, auch einen Blick in ein altes Wespennest geworfen und die Kinder durften sich ein kleines Stückchen davon mitnehmen. Mit der Schilderung meiner Erlebnisse mit Hornissen, die im Garten meiner Eltern in unmittelbarer Nähe der dortigen Sitzecke „ihr Nest aufgeschlagen hatten“, beeindruckte die Kinder immer wieder und ich konnte die weit verbreiteten Vorurteile über die Gefährlichkeit und Angriffslust dieser absolut friedlichen, aber auch beeindruckenden Insekten beenden. Auch die Erlebnisse mit einem Hummelnest in meinem Garten haben die Kinder interessiert und sie freuten sich mit mir über den nicht ganz fachlichen Begriff „Fellbiene“.

Von da kann man ganz gut zu dem Wissenschaftsbereich Schwarmintelligenz in Vogelschwärmen, Schwärmen von kleinen gegenseitig „lernenden“ Forschungsrobotern oder aber auch zu Schleimpilzen (Einzeller), welche sich zur Vermehrung in kleinen Gruppen zu kleinen Würmchen zusammenschließen- überleiten. Daran kann man nahtlos weitere Themen wie Umweltschutz, Bionik oder auch Hirn- und Verhaltensforschung und Intelligenz bei Tieren und so weiter, anschließen.