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Deutsches Hygienemuseum Dresden "Kinder führen Kinder"

 

Eine ebenso interessante Freizeitgestaltung, wie sie sich für mich als Jugendliche in den Dornburger Schlössern bei Jena ergab, wollte ich gerne für meine und viele andere Kinder auch in Dresden organisieren. Nach um­fang­reichen Bemühungen in verschiedenen Museen Dresdens traf ich 2003 endlich Herrn Volker Metzger, den damaligen Leiter der Museums­pä­da­gogik des Deutschen Hygiene­museums Dresden.
DSC00093.JPGSo entwickelte sich die Idee „Kinder führen Kinder“ in Zusammenarbeit mit meinem Projekt in der 16. Grundschule „Josephine“, allerdings für wesentlich jüngere Kinder. Auch die damalige Direktorin der Schule Frau Bräuer war sofort einverstanden und deshalb konnten wir kurzfristig schon im November 2003 mit unserem Projekt beginnen. Da Herr Metzger seinen beruflichen Verant­wortungs­bereich wechselte, führe ich das Projekt inzwischen gemeinsam mit Frau Hille, eine Mitarbeiterin des Hygiene­museums, erfolgreich weiter. 
Für Kinder, welche sich noch nicht sicher sind, besteht natürlich die Möglichkeit, dass sie als Gastkind eine Übungsveranstaltung oder an einem Familiensonntag eine Besucherkinderführung der AG-Kinder am jeweils dritten Sonntag im Monat um 11.00 Uhr (außer in den Ferien und im Dezember) besuchen und im Anschluss mit den Kindern sprechen können.

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Anfangs erfolgte die Durchführung der Arbeitsgemeinschaft relativ spontan, also ohne nennenswerte vorherige Vorbereitung - einfach nur um festzustellen, ob ein solches Projekt erfolgversprechend durchführbar sein kann. So erarbeiteten sich die Kinder ihr Wissen zu den ausgestellten und selbst gewählten Exponaten anhand der in der Ausstellung an jedem Objekt vorhandenen Erläuterungen. Dabei notierten sich die Kinder völlig selbstständig die Fakten, welche sie als wichtig erachteten, also genau das, was Kinder beim Besuch dieser Ausstellung interessiert. Anschließend trugen die Kinder ihre neues Wissen vor den anderen Kindern vor und so lernten die Kinder untereinander gegenseitig. Es stellte sich bald heraus, dass es günstig wäre, wenn die Kinder eine einheitliche kurze Zusammenfassung zu den Objekten mit nach Hause nehmen können. Die Beschreibungen zu den Exponaten der ersten beiden Räume der Dauerausstellung mit den Bildern der jeweiligen Objekte übernahm ein Praktikant des Museums. 


DSC00089.jpgDamit auch die Eltern die Entwicklung ihrer Kinder besser verfolgen und die Kinder auch außerhalb der Arbeitsgemeinschaft das Museum besuchen können, erhielten/erhalten alle teilnehmenden Kinder seit 2004 eine Familienjahreskarte. Schon frühzeitig, nachdem jedes Kind ca. 3-5 Stationen gut erklären konnte, fanden erste Führungen von Besucherkindern -vorerst zu zweit oder zu dritt statt. Nachdem Herr Metzger seinen Teil der Betreuung der Arbeitsgemeinschaft an Frau Hille weitergegeben hatte, wurde die Erarbeitung der Objekte durch Arbeitsblätter und kleine interessante, themenergänzende Spiele erweitert. Die Erarbeitung dieser Unterlagen übernahm Frau Hille ebenso, wie die Gestaltung der jährlich stattfindenden Weihnachtsfeiern, des Besuches des Sea Life, die Beschaffung kleiner Leckereien als Belohnung, die Koordinierung der Sonntagsbesucherkinderführungen, AG Termine und Erstellung der Veranstaltungsflyer und die Abklärung der organisatorischen Belange mit den dafür verantwortlichen Mitarbeitern des Museums. Die Betreuung der Kinder durch zwei Erwachsene hat u.a. die Vorteile, dass die Kinder intensiver betreut werden können, wesentlich mehr Ideen und ein größeres Beziehungsnetzwerk zur Verfügung stehen. 

glaeserneFrau.jpgDabei ist es unser Ziel, dass die Projektkinder sich ein breites Wissen zu den einzelnen Objekten erarbeiten und lernen, dieses Wissen angepasst an die jeweiligen Besucherkinder weiter zu vermitteln, ohne dass sie die Vorträge auswendig lernen oder Stichpunktzettel während der Führung haben. Bei den öffentlichen Kinderführungen werden sie grundsätzlich von geeigneten Mitarbeitern des Museums beaufsichtigt und wenn nötig auch unterstützt. Die ersten Führungen können die Kinder auch in Gruppen veranstalten, so dass ein kompletter Rundgang entsteht, obwohl jedes Kind nur 3-5 Objekte erklärt. Das erleichtert den Einstieg, stärkt trotzdem das Selbstvertrauen und die Kinder können schon relativ zeitig Führungserfahrungen sammeln und ihren eigenen Stil entwickeln. 

Neben der Erarbeitung der Ausstellungsobjekte besuchen die Kinder auch die Sonderausstellungen des Museums, schauen hinter die Kulissen, dürfen ihre eigene Schulklasse und ihre Familien durch die Ausstellung führen. Außerdem haben „wir“ auch die „Kinder führen Kinder“-Gruppe des Botanischen Garten der TUD besucht und diese haben den Besuch erwidert. 

So erarbeiteten sich die Kinder nach und nach, alle für Kinder geeigneten Ausstellungsräume.

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Letzte Änderung dieser Seite am 09.05.2015 um 23:12 Uhr

Uns Menschen ist es zwar gelungen, das Raubtier in uns auszuschalten - nicht jedoch den Esel. (Winston Churchill)

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