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Formguss Dresden GmbH (↗Formguss)

(seit 2014 Hoffmann GmbH Alexpert)

 

Im letzten Schuljahr hatten die Kinder von Natur & Technik die sogenannten Wackelschränke der Fachrichtung Maschinenbau der TU Dresden besucht. Das ist eine sehr umfangreiche Ausstellung der Verschiedensten Getriebe, welche man durch Knopfdruck automatisch in Bewegung beobachten kann. In unmittelbarer Nachbarschaft befanden sich auch interessante Gussteile von zum Beispiel Autobenzinmotoren und anderen Maschinenteilen, an welchen man die Spuren von Überlastung sehr gut erkennen konnte. Die offensichtliche Wucht, mit der die Teile zerstört worden waren, faszinierte die Kinder. Deshalb dachte ich, dass es für die Kinder auch sehr interessant sein würde, wenn sie die Herstellung solcher Gussteile beobachten können, zumal Feuer und flüssiges Metall immer eine Faszination auf Kinder ausüben. Also bat ich Herrn Schubert, um die Vermittlung einer Betriebsbesichtigung in einer Gießerei.

 

inge_7_.jpgAm 26.01.2006 begrüßte uns Herr Bernd Voigtländer in seiner Gießerei und zeigte uns nicht nur die Werkhallen, sondern auch die kleine, aber sehr interessante Kunstgussausstellung der Formguss Dresden GmbH. Diese Gießerei fertigt zwar hauptsächlich Gussteile für die Industrie, aber bei Bedarf wurden auch kleine Gussfiguren gefertigt, welche wir in der Ausstellung bewundern konnten.

 

Zuerst erfolgte eine Belehrung über das Verhalten in einer solchen Werkhalle, deren strikte Einhaltung die Kinder versichern mussten. Anschließend ging`s dann Los.

Anfangs waren die Kinder über das für sie unerwartete Klima, den intensiven Geruch, die Hitze und den Lärm, in einer solchen Halle völlig überrascht. Aber nach kurzer Zeit siegte die Neugier. So konnten wir beispielsweise zwei von oben bis unten vermummte Männer dabei beobachten, wie sie flüssiges Eisen in eine große Form gossen. Herr Voigtländer zeigte uns die verschiedensten Gussformen zum Beispiel Sandgussformen als verlorene Formen oder "Einwegformen" und Kokillen als "Mehrwegformen" beziehungsweise Dauerformen, einteilige und mehrteilige Formen und erzählte uns, wie diese hergestellt werden. Er erklärte uns, dass die Gussteile während dem Abkühlen kleiner werden ("schwinden") und man deshalb einen trichterförmigen Anguss/Steiger vorsehen muss, damit das Metall nachfließen kann. Wir erfuhren dass man darauf achten muss, dass die Form das Entweichen der Luft ermöglicht, damit sie gut gefüllt wird und keine Blasen entstehen, weil dann die Form nicht komplett ist, dass die Temperatur sehr wichtig ist, weil sonst Lunker entstehen, die die Festigkeit verringern. Und vieles mehr.

Aber auch persönliche Dinge wurden besprochen, beispielsweise welche Lausbubenstreiche man schon mal gemacht hat, über eine Allergie und was am besten hilft, wurde auch besprochen.

Zum Schluss bestaunten wir noch die Kunstgussausstellung und waren von den beiden so unterschiedlichen Bereichen der Gießerei -einerseits groß und wuchtig und andererseits klein und filigran- sehr beeindruckt. Über einzelne Exponate wurde regelrecht gefachsimpelt. Aber auch Herr Voigtländer war von der Ausdauer und Begeisterung der Kinder sehr begeistert.

Und wie immer war die Zeit viel zu kurz!

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Letzte Änderung dieser Seite am 07.10.2015 um 23:12 Uhr

Eine Familie ist in Ordnung, wenn man den Papagei unbesorgt verkaufen kann. (Will Rogers)

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