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Dresdner Gardinen- und Spitzenmanufaktur M.&S. Schröder GmbH & Co.KG. (↗Home Dresdner Spitzen,↗Geschichte DresdnerSpitzen)

 

In der SpitzenmanufakturIn meinen Natur & Technik-Kursen sind meistens knapp die Hälfte der Kinder Mädchen und die Betriebsbesichtigungen, die bisher stattfanden betrafen Betriebe, deren Arbeitsgebiete schwerpunktmäßig auf den technischen Gebieten liegen. Deshalb wollte ich gerne auch ein Unternehmen besichtigen, welches neben rein technischen Aspekten auch handwerkliche und künstlerische Kreativität erfordert, so dass mir Herr Schubert die Dresdner Gardinen- und Spitzenmanufaktur vorschlug und den Kontakt zu Herrn Dr. Schröder vermittelte. Die Kinder fanden diese Idee auch prima.

Herr Dr.-Ing. Sascha Schröder, Geschäftsführer und Mitinhaber der Firma, begrüßte uns am 30.06.2005 in seinem Traditionsunternehmen. Schon im Flur bemerkten die Kinder beeindruckt, dass die sehr gut erhaltene Einrichtung noch aus "Uromas Zeiten" stammte. Herr Schröder erklärte den Kindern, dass es sich um ein schon länger bestehendes Unternehmen handelt, welches im Laufe seiner Geschichte einige durchaus schwierige Zeiten erfolgreich gemeistert hat und heute für bekannte Modeunternehmen wie Dolce & Gabbana, Triumph, S. Oliver und C&A produziert. Wir erfuhren, dass man früher auch Gardinen hergestellt hatte, die Produktion aber nach der Wende aus Rentabilitätsgründen leider einstellen musste, sich deshalb heute auf die Spitzenfertigung spezialisiert hat und damit zu einem der Weltmarktführer entwickeln konnte.

 

In der Produktionshalle mit den großen "Webstühlen" (Kettenwirkmaschinen) erfuhren die Kinder, dass die Spitzenfertigung mit geduldfordernder Handarbeit beginnt: bis 20 000 verschiedene Fäden müssen von Hand in der richtigen Anordnung verknotet (verkettelt) und die Fäden  ohne "Fitz" über den "Webstuhl" gespannt werden. Das sei wegen der erforderlichen Handarbeit auch ein finanziell sehr aufwändiger Arbeitsgang. Der Webvorgang an sich funktioniert weitgehend automatisch, allerdings muss die einwandfreie Funktion der Maschinen durch Mitarbeiter/innen überwacht werden.

 

Einer der Knirpse meinte dazu: 20 000 Fäden einzeln zu verknoten -das sei doch sicher sehr langweilig und warum man denn diese langweilige Handarbeit nicht auch von einer Maschine erledigen lassen könne? Und Herr Dr. Schröder erwiderte darauf, dass eben leider noch keiner eine solche Maschine erfunden habe und er ja fleißig in der Schule lernen solle, damit er das vielleicht später erledigen könne.

 

Restesuchen für die Mutti aus der Spitzenfabrik

Als wir in die Qualitätskontrolle kamen, erkannten die Kinder sofort, dass hier auch Mitbringseltrophäen zu ergattern sein würden und schmiedeten auch schon fleißig Pläne, was denn aus diesen so entstehen würde und wer alles zu Hause solche Spitzen gebrauchen könnte. Die Jungen dachten vor allem an ihre Mütter, Schwestern oder Oma, während die Mädchen zusätzlich auch eigene Modeideen für ihre Kleider, Tischdecken oder Puppen entwickelten. Dabei fiel die Entscheidung schwer, für welche Spitzen man sich entscheiden sollte -aber zum Glück begrenzten sowohl die verfügbare Zeit, als auch die Rucksäcke, die die Kinder für ihre Getränke mit hatten, die Menge der "Beutestücke". Den Erwachsenen bot sich für diese Momente der Anblick einer Kombination aus orientalischem Basar und Schnäppchenjäger beim Schlussverkauf. Es wurde gefeilscht, getauscht und gerangelt bis es Zeit war zu gehen.

In der Schule angekommen, mussten die schon wartenden Eltern gleich sofort begutachten, was man ergattert hatte, aber auch geduldig zuhören, was man so alles Neues darüber erfahren hatte.

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Letzte Änderung dieser Seite am 25.03.2017 um 21:00 Uhr

Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen. (Anton Bruckner)

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