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CREAVAC-Creative Vakuumbeschichtung GmbH (↗Creavac)

 

Das Jahr 2006 war DAS Wissenschaftsjahr in Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hatte den Wettbewerb gewonnen und war Stadt der Wissenschaft 2006 geworden. Überall in der Stadt stellten wissenschaftliche Einrichtungen und auch Betriebe ihren Bezug zur Wissenschaft vor, auch in Kaufhäusern und Kaufzentren.

Da mein Sohn bezüglich Wissenschaft und Technik schon im Vorschulalter ein ausgesprochenes Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Zusammenhängen hatte, nutzte ich diese Gelegenheiten ziemlich ausgiebig -einerseits um meinem Sohn ohne viel eigene Vorbereitung intensive Erlebnisse in dieser Hinsicht zu bescheren und andererseits, um die zuständigen Mitarbeiter ganz nebenbei von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass man, entgegen landläufiger Meinungen, schon möglichst zeitig die  natürliche Neugier der Kinder zur Förderung der  Interessen an Wissenschaft und Technik nutzen sollte.

 

Bei einer dieser Veranstaltungen in der Altmarktgalerie trafen wir auch auf das Unternehmen CREAVAC-Creative Vakuumbeschichtung GmbH, an deren Stand unter anderem gezeigt wurde, wie man beispielsweise mit dem von der Firma neuentwickelten Verfahren die Spiegelbeschichtung von Weihnachtsbaumkugeln herstellen kann, wobei es eigentlich eher um die Beschichtung von Glasholkörpern, Plastespritzteilen und anderen Teilen für die Industrie -zum Beispiel Autohersteller- gehen sollte. Wer wollte, konnte sich auch eine solche Kugel fertigen lassen und mit nach Hause nehmen -zur besonderen Freude von Kindern, die anschließend stolz "ihre" Kugel durch die Galerie trugen und damit gewissermaßen als Wegweiser für andere dienten.

 

Bei dieser Gelegenheit sprach ich den Geschäftsführer der Firma, Herrn Rolf Winkler an und bat ihn um die Möglichkeit der Besichtigung seiner Firma. Weil ich aber die Veranstaltungen dieses Schuljahres schon ziemlich ausgeplant hatte und mein Unfall mir zusätzlich einen Strich durch die Rechnung machte, kam es leider erst im nächsten Schuljahr, am 27.11.2007 zum Besuch der N&T-Kinder, wobei es beinahe ausgefallen wäre, weil sich innerhalb von zwei Wochen kein Lehrer zur Begleitung bereitfand und ich dies erst unmittelbar vor der Veranstaltung feststellen musste. Da die Kinder aber so traurig und glücklicherweise zwei größere Jungen der 4. Klasse dabei waren, entschied ich mich kurzerhand mit den Kindern alleine zu gehen, obwohl es außerdem auch in Strömen goss.

"Frisch gewaschen" trafen wir bei CREAVAC ein.

Herr Winkler und einige seiner Mitarbeiter begrüßten uns zu einer kleinen Talkrunde - was uns interessiert, warum und was die Kinder später nach der Schule beruflich machen wollen und vieles mehr. Einige hatten schon feste und auch vernünftige Vorstellungen, wie Wissenschaftler, Erfinder oder "Ingenieur  für Strom und Spannung". Andere noch nicht so. Aber allen war klar, dass sie ja hier auch danach kucken und vielleicht fündig werden können. Anschließend stellte uns Herr Winkler sein Unternehmen vor -dass Zulieferteile für Autos (Scheinwerferreflektoren, Beschriftung von Bedienteilen), aber auch Medizintechnik, Mikroelektronik (Beschichtung von Spritzgussgehäusen mit metallischen elektromagnetischen Abschirmungsschichten), Optik (Mattlackierung, wenn Reflexion unerwünscht ist),  sowie für die Verpackungsindustrie (goldglänzende Pralinenschachteleinlegeböden) und Werbeartikel gefertigt werden. Einige davon hatte er zur Anschauung auch mitgebracht und vor allem die Jungs erkannten Manches aus Papas Auto erfreut auch wieder.

Da die Gruppe zu groß war, wurden die Kinder zur Sicherheit in zwei Gruppen aufgeteilt. Und dann gings auf in die Werkhallen - dass was wir theoretisch besprochen hatten auch praktisch zu erleben. Die Kinder schauten den Mitarbeitern interessiert über die Schultern, stellten fleißig Fragen und an manchen Stellen hätten einige auch gerne mal mitgemacht - beispielsweise hätten sie es spannend gefunden, die Lackspritzpistole der Lackierer zu betätigen - was aus Sicherheitsgründen natürlich nicht ging. Aber dafür durften sie etwas näher in den geöffneten Lackeinbrennofen schauen, welcher gerade fertig bestückt war. Nach der Besichtigung trafen wir uns im Besprechungsraum wieder, jeder erhielt noch ein kleines Werbegeschenk (ein Geduldsspiel ähnlich dem sogenannten Zauberwürfel) und eines der ausliegenden kleineren Bauteile und dann mussten wir wieder in die Schule flitzen, wo dann die Geduld der Eltern gefragt war, weil die Kinder wieder begeistern von ihren neuen Erkenntnissen berichteten, ohne die aus Erwachsenensicht sicher berechtigte Eile einiger Eltern zu berücksichtigen.

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Letzte Änderung dieser Seite am 07.10.2015 um 23:13 Uhr

Die Geschichte der Welt ist die Geschichte weniger Menschen, die den Glauben an sich selbst besessen haben. (Swami Vivekananda)

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