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Patenschaft mit dem Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (↗BVMW) - Industrierat (seit Januar 2015)

 

Im Rahmen von Natur und Technik haben wir, Herr Schubert (Leiter der Kreisgeschäftsstelle Dresden BVMW - Industrierat) und ich, die Patenschaft zwischen der 16. Grundschule Josephine und dem BVMW seit Anfang 2005 organisiert.

 

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Bildquelle: ↗Industrierat 2008 des BVMW Dresden 

 

Ausgangspunkt dieser Zusammenarbeit war Ende 2004 eine kleine Anzeige in einer Dresdner Wochenzeitschrift und meine Idee, das von mir vermittelte Wissen mit praktischen Erfahrungen zu kombinieren.  Nachdem ich ihm meine Projekte vorgestellt hatte, war auch er von dieser Idee sofort überzeugt, so dass es bis zur Umsetzung nicht lange dauerte. Im Zuge dieser Patenschaft besuchten die Kinder von "Natur und Technik" ver­schiedene Betriebe dieses mittel­ständischen Unter­nehmer­ver­bandes, um die Umsetzung der wissenschaftlichen Forschungen in der Pro­duktion und die dazugehörigen betrieblichen Abläufe schon frühzeitig näher kennen zu lernen. Die Unternehmen stellten der Schule geeignete Unter­richts­­mater­ialien wie Bau­elemente, textile Spitzen aber auch eine Digital­kamera und eine Vitrine zur Verfügung. Besondere Höhe­punkte waren die teilweise Gestaltung einer Projektwoche - Unterricht und Interviews der Geschäftsführer einiger Unter­nehmen und die Führ­ungen mit Spezial­an­zügen durch die Rein­räume zweier Unter­nehmen der Mikroelektronik. Von Seiten der Schule bedankten sich die Kinder mit der Führung einiger Mitglieder des Industrierates durch das Hygienemuseum (16.12.2005), der kulturellen Eröff­nung des Industrie­tages in der HTW Dresden, der Teil­nahme an einer Podiumsdiskussion einschließlich Präsen­tation am Messe­stand des Ver­bandes zur „Karriere-Start-Messe“ (20.01.2006) und einer großen Wandzeitung (25.07.2006). 

 

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Seit Bestehen dieser Patenschaft im Januar 2005 (Vertragsunterzeichnung am 14.01.2005) konnte ich mit den Natur und Technik Kindern jährlich mehrere Betriebe besuchen, darunter zwei Mikroelektronikbetriebe und deren Reinräume, eine Gießerei, eine Druckerei, einen Spitzenhersteller, einen Metallbaubetrieb, ein Unternehmen für Oberflächenveredlung und einen Personaldienstleister. Manchmal gab es auf Seiten der Unternehmer vorsichtige Skepsis und nach unserem Besuch helle Begeisterung auf beiden Seiten. Berichten von Eltern der Kinder zufolge haben die Kinder die Vorgänge in den Betrieben auch verstanden, sich gemerkt und bis zu 4 mal von Neuem stolz und begeistert wiederholt! Von den Unternehmern kamen weitere Vorschläge für Besuche ihrer Betriebe. 


gieerei.jpgAuch die Zusammenarbeit im Rahmen einer Projektwoche (zwei Unternehmer haben an 2 Tagen je in vier Unter­richts­stunden über Radio- und Kom­mu­nikations­technik ge­sprochen) war für alle Be­teiligten ein großer Erfolg. Beide Unter­nehmer erwiesen sich in Bezug auf den Umgang mit den Kindern als Natur­talente! Interviews, die einige Betriebs­leiter einer Gruppe von „Reporter­kindern" gewährten, hin­ter­ließen einen bleibenden Eindruck. Außerdem erhält die Schule Aus­schuss­produkte der Betriebe (zum Beispiel Spitzen für den Kunst­unterricht) und Ansichts­material für Natur und Technik (elektro­nische Bau­elemente).

 

Allerdings ist mir aufgefallen, dass Unter­nehmer und Lehrer wegen der sehr unter­schiedlichen Abläufe in ihren Kompetenz­bereichen nicht immer die gleiche "Sprache" sprechen und damit die Verstän­digung unter­einander manchmal schwierig wird. Deshalb ist für eine erfolgreiche Durch­führung solcher Projekte immer ein Vermittler, der beide Seiten gut kennt und Miss­ver­ständ­nisse klären kann, vor allem anfangs sehr wichtig.

 

Durch solche Projekte erreicht man mindestens drei Synergieeffekte:

 

  • man interessiert die Kinder schon frühzeitig und nachhaltig für Natur­wissen­schaften und Technik
  • die Kinder erhalten früher als üblich einen praktischen Bezug zu den Dingen, welche sie in der Schule erlernen
  • die Erwachsenen erleben durch eigene Erfahrung, dass:
    • man frühzeitig beginnen muss, die Kinder zu interessieren
    • man dies nicht alleine den Eltern und der Schule überlassen kann
    • notwendige Aufwendungen im Allgemeinen nicht so ungeheuer hoch sind, wie vorher vermutet wurde 

 

Außerdem erfahren viele der Angesprochenen, dass es nicht nur Freude macht, sein Wissen an interessierte, pfiffige Kinder weiter zu geben, sondern gleichzeitig auch Anregungen und Bereicherung ist. Die Kinder erleben, wie es ist, wenn man anerkannt wird. 

 

Mit diesem Projekt konnte ich 2006 für die Schule einen 4. Platz bei dem bundesweiten Wettbewerb „Kids in Betrieb“ gewinnen.

 

Seit 2008 besteht aufgrund eines Unfalls und dadurch notwendiger Operationen und medizinischer Behandlungen eine Pause, weil dadurch die notwendige längerfristige Planung meinerseits leider nicht mehr möglich war. In absehbarer Zeit soll das Projekt aber im Rahmen von MINTiKi wiederbelebt werden.

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Letzte Änderung dieser Seite am 25.03.2017 um 20:50 Uhr

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Natur und Technik für interessierte Kinder

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